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Raku
Japanischer Begriff, der frei interpretiert etwa soviel wie „Freude“ bedeutet. Ursprünglich eine auf einem Spiegel eingravierte Inschrift, die 1598 an Hideoshi Chojiro verliehen wurde. Ihm kommt die Ehre zu, der erste Töpfer gewesen zu sein, der ab 1580 niedrig gebrannte Keramiken angefertigt hat, die deutlich vom direkten Einsetzen und Ausnehmen (mit einer langen Zange) aus einem rotglühenden Ofen gekennzeichnet waren. Heute bezeichnet man mit RAKU auch den Prozess des Brennens und die Art der Keramik selbst. In den 60ger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Brennmethode von amerikanischen und später auch von europäischen Töpfern aufgegriffen und modifiziert. Rakubrände werden häufig als Inbegriff für einen experimentellen Umgang mit Keramik gesehen und mystisch verklärt.
Ich selbst habe einen eher pragmatisch-unromantischen Zugang zu dieser Brennmethode. Als Ofen dient mir ein großer Pyramidenofen. Die Keramiken werden kalt eingesetzt und nach Erreichung der Endtemperatur von ca. 1050° mit einer langen Zange aus dem Feuer genommen. Die Ware wird in brennbares Material ( z.B. Sägespäne) gebettet. Während dieser sog. Postreduktion lagert sich Kohlenstoff ein und bewirkt eine Glasurveränderung und die typische Schwarzfärbung des Scherbens. So ist beispielsweise meine „samtschwarze“ Glasur ursprünglich weiß - tiefschwarz erst durch die Postreduktion...Letztere kann schillerndes Lüster hervorrufen oder die Craqueleébildung betonen.
Ich persönlich bin an spektakulären Effekten wenig interessiert und verwende diese Brennmethode einzig zur Hervorhebung von Form und Struktur meiner Gefäße. |
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